Was?

"Die Linke machte einmal den Fehler anzunehmen, daß sie ein Monopol auf Antikapitalismus hätte; oder umgekehrt: daß alle Formen des Antikapitalismus zumindest potentiell fortschrittlich seien. Dieser Fehler war verhängnisvoll – nicht zuletzt für die Linke selbst.” Moishe Postone, 1974

"Neofaschistische Strömungen in aller Welt gehen... mit dem antisemitischen islamistischen „Widerstandskampf“ konform, obwohl sie gleichzeitig rassistische Stimmungen gegen Migranten aus den islamischen Ländern schüren. Auch große Teile der globalen Linken begannen umstandslos die Glorifizierung des alten „Antiimperialismus“ auf die islamistischen Bewegungen und Regimes zu übertragen. Das kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden, denn der Islamismus steht gegen alles, wofür die Linke jemals eingetreten ist; er verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse." Robert Kurz, "Der Krieg gegen die Juden" 2009

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Mittwoch, 2. Januar 2013

Rätekommunistische und anarchistische Kritik am Antisemitismus von links

Daß es innerhalb der politischen Linken Judenfeindschaft gab und gibt, ist bekannt. Weniger bekannt ist die sehr frühe Kritik daran. Franz Pfemfert, Rätekommunist und Mitbegründer der KPD, wies Anfang der 1920er Jahre auf judenfeindliche Äußerungen innerhalb der kommunistischen Bewegung hin. Er hatte die Partei 1920 verlassen und zeigte in seiner Zeitschrift “Die Aktion” ihre Entwicklung zu einer nationalistischen und stalinistischen Kaderpartei auf. Zur gleichen Zeit registrierte Leo Trotzki judenfeindliche Tendenzen in der
Sowjetunion, sprach sie jedoch kaum öffentlich an. Das passierte erst 1937, während der Moskauer Schauprozesse, in seinem postum veröffentlichten Text “Thermidor und Antisemitismus”. In ihren Reiseberichten aus Sowjetrußland zitierten die US-amerikanische Anarchistin Emma Goldman und ihr Lebensgefährte Alexander Berkman aus Gesprächen mit Jüdinnen und Juden über eine neue Form der
Judenfeindschaft. Der Vortrag rekonstruiert die Motive, warum Berkman, Goldman, Alexandra Ramm-Pfemfert, Franz Pfemfert und Trotzki etwas kritisierten, was vielen anderen innerhalb der kommunistischen Linken nicht einmal auffiel.

 
Im Rahmen einer Vortragsreihe der "Internationalen Wochen gegen Rassismus 2012"  in Erlangen  sprach Dr. Olaf Kistenmacher, Historiker und Radiomacher aus Hamburg über  „Rätekommunistische und anarchistische Kritik am Antisemitismus von links“

1 Kommentar:

  1. https://www.facebook.com/AntiAntiD

    Kritik von Anarchisten an AntiD-Scheisse

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