Was?

"Die Linke machte einmal den Fehler anzunehmen, daß sie ein Monopol auf Antikapitalismus hätte; oder umgekehrt: daß alle Formen des Antikapitalismus zumindest potentiell fortschrittlich seien. Dieser Fehler war verhängnisvoll – nicht zuletzt für die Linke selbst.” Moishe Postone, 1974

"Neofaschistische Strömungen in aller Welt gehen... mit dem antisemitischen islamistischen „Widerstandskampf“ konform, obwohl sie gleichzeitig rassistische Stimmungen gegen Migranten aus den islamischen Ländern schüren. Auch große Teile der globalen Linken begannen umstandslos die Glorifizierung des alten „Antiimperialismus“ auf die islamistischen Bewegungen und Regimes zu übertragen. Das kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden, denn der Islamismus steht gegen alles, wofür die Linke jemals eingetreten ist; er verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse." Robert Kurz, "Der Krieg gegen die Juden" 2009

Diese Plattform ist ein Zusammenschluss parteiunabhängiger und autonomer linker Gruppen und Personen in Bayern.

Dienstag, 17. April 2012

Vortrag (23. April): Feindbild Islam? Zwischen homogenisierenden Ressentiments und der Immunisierung des Islams vor Kritik

23. April 2012  Feindbild Islam? 

Zwischen homogenisierenden Ressentiments und der Immunisierung des Islams vor Kritik 

Referent: Floris Biskamp (Gießen)  weitere Infos auf: www.jugendhaus-erlangen.de bzw: http://juz.wojo-club.de/programm-detail/events/230412.html 

In weiten Teilen der Linken geht die antirassistische Position mit einem Kritikverzicht gegenüber dem Islam einher. Die islamkritische Minderheit wiederum leugnet die Existenz eines spezifisch antiislamischen Ressentiments. In dem Vortrag soll demgegenüber eine Position skizziert werden, die die real existierenden Ressentiments gegen den Islam kritisiert und ihre gesellschaftliche Verankerung analysiert, jedoch zugleich Kriterien für eine legitime Islamkritik aufzeigt. Außerdem sollen die Unterschiede des antiislamischen Ressentiments zum Antisemitismus deutlich gemacht werden.  

Floris Biskamp hat in Gießen und Boston Physik und Politikwissenschaft studiert. Aktuell arbeitet er an einem Promotionsprojekt zu Kritischen Theorie, Postcolonial Studies und Debatten um antimuslimische Ressentiments in Deutschland und publizierte in Jungle World, Phase 2 und CEE IEH zum Thema.  

Ort: VHS Erlangen, Friedrichstraße 19, 91054 Erlangen, Großer Saal Beginn: 19.30 Uhr Eintritt frei   

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der gesellschaftskritischen Vorträge  der Initiative Jugendhaus Erlangen e.V.  in Kooperation mit der Volkshochschule Erlangen statt.

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