Was?

"Die Linke machte einmal den Fehler anzunehmen, daß sie ein Monopol auf Antikapitalismus hätte; oder umgekehrt: daß alle Formen des Antikapitalismus zumindest potentiell fortschrittlich seien. Dieser Fehler war verhängnisvoll – nicht zuletzt für die Linke selbst.” Moishe Postone, 1974

"Neofaschistische Strömungen in aller Welt gehen... mit dem antisemitischen islamistischen „Widerstandskampf“ konform, obwohl sie gleichzeitig rassistische Stimmungen gegen Migranten aus den islamischen Ländern schüren. Auch große Teile der globalen Linken begannen umstandslos die Glorifizierung des alten „Antiimperialismus“ auf die islamistischen Bewegungen und Regimes zu übertragen. Das kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden, denn der Islamismus steht gegen alles, wofür die Linke jemals eingetreten ist; er verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse." Robert Kurz, "Der Krieg gegen die Juden" 2009

Diese Plattform ist ein Zusammenschluss parteiunabhängiger und autonomer linker Gruppen und Personen in Bayern.

Donnerstag, 10. November 2011

Linksjugend fast gegen Sexismus

Linksjugend fast gegen Sexismus

Sexismus ist schlecht. Und Sexisten (ohne *innen) müssen entschieden bekämpft werden. Sagt die Linksjugend ['solid] Mecklenburg-Vorpommern. 
Deswegen wurde unter dem Titel „Sexistische Rollenklischees haben so einen Barth!“ mit einem Bild des Scherzkekses Mario Barth gegen selbigen zu Felde gezogen. Das wiederum gefiel Barth nicht, der so seine eigenen Vorstellungen von Urheberrecht hat und deswegen juristisch dagegen vorging. Ende offen.

 Linksjugend - Pressesprecher Robert Wollenberg sagte dazu, "dass der Verband auch weiterhin gegen die Verbreitung sexistischer Rollenklischees vorgehen werde." Im Blog "Lafontaines Linke" tönte er sogar:“Sexismus und Unterdrückung bekämpfen! Immer und überall!”

Nun gibt es in Deutschland leider noch sehr viel Sexismus und Unterdrückung von Frauen. Zwangsehen, Genitalverstümmelung, Ehrenmorde, Gruppenzwang zur Verschleierung, Fasten oder Kopftuchtragen. Auch ausserehelicher Sex ist in manchen Gemeinschaften ein Grund für körperliche Gewalt gegen Frauen. Die Linksjugend ['solid] könnte sogar in der eigenen Partei anfangen, und weibliche MdBs kritisieren, die sich auf das "Frauendeck" eines Schiffes zur Unterstützung der frauenfeindlichen und homophoben Hamas haben separieren lassen. Oder eine andere LINKE-MdB und Bundespräsidentschaftskandidatin, die mit Kopftuch ihre Aufwartung den Mullahs der islamischen Republik Iran machte, während  ein paar Kilometer nebenan schwule Jugendliche an Baukränen aufgehangen wurden.

Natürlich ist es einfacher, einen weißen, männlichen, deutschen Komikhansel mit dämlichen Sprüchen als Feindbild zu rekrutieren, als sich mit realen, handfesten Unterdrückungsstrukturen zu beschäftigen.


Da wäre zum Beispiel der Rapper Bushido zu nennen, der mit Texten wie:"Ein Schwanz in den Arsch, ein Schwanz in den Mund, Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst" ("
Gangbang lyrics") ankündigt: "Ich zeig dir was passiert wenn wir beide Streit haben Deine Tochter wird für meine Jungs zum Leihwagen." oder auch mal neckisch männliche Homosexualität thematisiert: "Ihr homosexuellen Arschgefickten Cracks." (Fick Rap lyrics)

Allerdings neigen Bushidofans dazu, den Worten ihres Meisters ("Wir sind die drei die euch Zecken in den Zoo schicken Die euch so ficken bis ihr euer Blut kotzt, Ich bin Berliner der nicht redet sondern zuboxt") auch Taten folgen zu lassen, und unbelebte Objekte meinungsverstärkend in Diskussionen einzubringen. Eine Linksjugend ['solid] - Protestdemo gegen ein Bushidokonzert hätte daher nur sehr begrenzte Chancen, unversehrt den Platz wieder zu verlassen.

Von daher ist es zu verstehen, wenn man sich seitens ['
solid] - MV  auf dem (dank Rechtsschutzversicherung) ungefährlichen Weg der PR-Antifa und Antisexismusproteste via Blog und Anwalt begibt.

Bushido soll ja nun einen Bambi bekommen: "„Der in Bonn geborene und in Berlin aufgewachsene Deutsch-Tunesier richtet seinen Appell für ein respektvolles Miteinander an seine Fans ebenso wie an Politik und Öffentlichkeit.... .Bushido setzt sich ein gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft.““


Respekt, Alder!


"Bushido ist sicher kein Beispiel für gelungene Integration, sondern eine äußerst erfolgreiche Kunstfigur, die auf dem Rücken von Minderheiten große Kasse macht. Dass er dabei Frauen nur als 'Schlampen' bezeichnet und Botschaften wie 'Schwuchteln verkloppen' rappt, scheint den Burda-Verlag nicht zu stören", erklärte dagegen Grünenchefin Claudia Roth.

Ist nun bald mit einer Kampagne der Linksjugend ['solid] gegen Bushido & Co  zu rechnen? Einer Aktion, die Bambiverleihung oder ein Konzert beispielsweise mit Buttersäure zu bereichern? Die Lebenserfahrung sagt nein. Und das ist  gut so. Links wirkt.

"Erstaunen erzeugte nur, dass Bushido noch von der Bühne herab die protestierenden Schwulen und Lesben mit abfälligen Posen behelligte: „Die Wichser können demonstrieren, sich aufhängen – ich scheiß drauf.“ Der Mann ist sich seiner Sache sicher. Denn sein Publikum applaudierte ihm. Auch für folgenden Satz: Die Kritik an ihm lenke nur – Stichwort Mügeln – von „Gewalt gegen Ausländer“ ab. Bushido weiß also genau, was er den Berufsbetroffenen schuldig ist: Jede Sauerei (Homophobie, Sexismus) kann er sich leisten, weil er durch das Bild vom guten, antirassistisch bedürftigen Migranten geschützt wird." antifa-braunschweig

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