Was?

"Die Linke machte einmal den Fehler anzunehmen, daß sie ein Monopol auf Antikapitalismus hätte; oder umgekehrt: daß alle Formen des Antikapitalismus zumindest potentiell fortschrittlich seien. Dieser Fehler war verhängnisvoll – nicht zuletzt für die Linke selbst.” Moishe Postone, 1974

"Neofaschistische Strömungen in aller Welt gehen... mit dem antisemitischen islamistischen „Widerstandskampf“ konform, obwohl sie gleichzeitig rassistische Stimmungen gegen Migranten aus den islamischen Ländern schüren. Auch große Teile der globalen Linken begannen umstandslos die Glorifizierung des alten „Antiimperialismus“ auf die islamistischen Bewegungen und Regimes zu übertragen. Das kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden, denn der Islamismus steht gegen alles, wofür die Linke jemals eingetreten ist; er verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse." Robert Kurz, "Der Krieg gegen die Juden" 2009

Diese Plattform ist ein Zusammenschluss parteiunabhängiger und autonomer linker Gruppen und Personen in Bayern.

Samstag, 30. April 2011

Kampf gegen Israel – differenzierter gesehen


Wichtig ist es, gerade in der Politik, die Dinge differenziert zu betrachten. Am besten: differenzierter. Insbesondere, wenn sich die Sachlage ein wenig komplizierter darstellt, kommt es ganz wesentlich darauf an, die Dinge differenzierter zu sehen. Nehmen wir – nur mal so als Beispiel: Israel. Ganz kompliziert. Wenn Sie da nicht höllisch aufpassen …
Angenommen, Ihnen ist danach, Israel zu boykottieren. Also den Kauf israelischer Produkte. Kein Problem, können Sie machen. Aber, und jetzt kommt´s: die Begründung muss stimmen! Wenn Sie also beim nächsten Mal im Supermarkt statt der Jaffa-Orangen die Apfelsinen aus Spanien nehmen, ist das so weit absolut in Ordnung … wenn Sie dieses kritische Verbraucherverhalten differenziert begründen können.
Klare Sache: Sie weisen die Kassiererin auf Ihre fortschrittlichen, antiimperialistischen und humanistischen Motive hin, und machen darauf aufmerksam, dass Sie jegliches Wiederaufleben des alten Antisemitismus richtiggehend anwidert. Sollte die Kassiererin wegen der der kapitalistischen Ausbeutung geschuldeten Arbeitshetze oder wegen ihres defizitären sozialistischen Bewusstseins nicht das rechte Interesse an Ihren Erläuterungen zeigen, kein Problem: Hauptsache bei den Zionisten kommt die Botschaft an.
Und die, also die Zionisten, bekommen so etwas ganz genau mit. Davon können Sie mal ausgehen! Ihr Bestreben, die Existenz Israels zu beenden, oder sagen wir besser: Palästina zu befreien, ist ihm nämlich ein Dorn im Auge, dem Zionisten. Wenn dagegen so Rechtsradikale oder Neonazis daherkommen und den Holocaust leugnen, dann kommt ihm das im Grunde sehr entgegen. Denn das ist ja sozusagen Wasser auf die Mühlen seiner Propaganda. Man muss sich beinah fragen, ob er nicht selbst dahintersteckt, wenn mal wieder so ein antisemitischer Unfug erzählt wird.
Merke also: Holocaust Leugnen, brauchen wir gar nicht groß drüber zu reden, geht gar nicht. Man sagt auch nichts gegen Juden. “Zionisten” heißt das! Mein Gott noch mal! Wann kriegt man das endlich in die Köpfe, dass Juden und Israel zwei ganz verschiedene Angelegenheiten sind?! Wie gesagt: ein Beispiel dafür, dass es manchmal kaum ausreicht, die Dinge differenziert zu sehen. Man sollte sie differenzierter sehen.
Das findet auch Hermann Dierkes, der Fraktionsvorsitzende der Linken im Duisburger Stadtrat. Als kürzlich so ein gänzlich undifferenziertes Flugblattauf der Website der Duisburger Linkspartei gelandet ist, hat er seine Fraktionsogleich beschließen lassen: “Berechtigte Kritik an der israelischen Unterdrückungspolitik gegenüber den Palästinensern darf nicht mit antisemitischen Klischees und der Leugnung des Holocaust vermengt werden.”
Man mag es für ein wenig undifferenziert halten, dass nun ausgerechnet die Ratsfraktion zu dem ”fälschlich veröffentlichten” Flugblatt Stellung bezieht, weil in Duisburg insbesondere in Bezug auf Dierkes´ Aktivitäten (bislang?) die eiserne Regel gegolten hat, dass das Thema Israel / Palästina nichts, aber auch gar nichts mit Kommunalpolitik zu tun habe. Wie dem auch sei: das Grundprinzip ist richtig erkannt.
“Berechtigte Kritik” ja, “an der israelischen Unterdrückungspolitik” gern, aber bitte nicht vermengen “mit antisemitischen Klischees und der Leugnung des Holocaust”! Dass es ohnehin irgendwie besser wäre, auf antisemitische Klischees und der Leugnung des Holocausts gänzlich zu verzichten, findet sich zwar nicht ausdrücklich im Statement, dürfte aber der Duisburger Linksfraktion im Rahmen einer Koalitionsrunde abzuringen sein.
Nun gut, dies soll uns hier nicht weiter interessieren. Duisburger Kleinigkeiten, die im weltweiten antiimperialistischen Kampf nicht weiter ins Gewicht fallen. Wir merken uns einfach: auf die richtige Begründung kommt es an. Im Juni macht sich die nächste Gaza-Hilfsflotille auf, dann stehen auch hier wieder einige Aktionstage an. Ich möchte, dass das bis dahin sitzt! Noch einmal so eine Peinlichkeit wie jetzt mit diesem Fascho-Flugblatt, und ich drehe ab.
Das Beste ist, wir üben das mal. Was ist progressiv, antiimperialistisch, oder mit einem Wort: gut? Und was geht total nicht, weil objektiv irgendwie faschistisch? Wie ist es zum Beispiel damit?
“Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. Denn auf irgendeinen Teil Palästinas zu verzichten bedeutet, auf einen Teil der Religion zu verzichten; der Nationalismus der Islamischen Widerstandsbewegung ist Bestandteil ihres Glaubens.” (1)
Richtig! Das ist voll okay. Sicher, für unseren Geschmack ein bisschen viel Religion und Nation; doch der Revolutionär hat immer auch die nationalen Besonderheiten zu beachten. Nächstes Beispiel:
“Die zionistische Invasion ist auf verschlagene Weise bösartig. Sie schreckt nicht davor zurück, verschlungene Wege zu wählen und alle verabscheuungswürdigen und widerwärtigen Mittel anzuwenden, um ihre Ziele zu erreichen. Um sich einmischen und Spionageaktivitäten vornehmen zu können, ist sie in großem Maß auf die Geheimorganisationen angewiesen, z.B. die Freimaurer, die Rotary Clubs, Lions und andere. All diese Geheimorganisationen, von denen einige auch offen arbeiten, agieren für die Interessen des Zionismus und wollen unter dessen Anleitung die Gesellschaften zerstören, Werte vernichten, Verantwortlichkeiten ausschalten, Tugenden ins Schwanken bringen und den Islam auslöschen. Sie steht hinter der Verbreitung von Drogen und Giften aller Art, die ihr Machtausübung und Machtausdehnung erleichtern sollen.” (2)
Und? Sie sind unsicher. Aha. Nehmen wir noch ein Beispiel:
„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“ (3)
Ganz genau: das war jetzt einfacher. Richtig: da brauchen wir gar nicht groß drüber zu reden, das geht gar nicht. Ich merke schon: das kriegen wir hin bis Juni, bis zur Gaza-Hilfsflotille. Jetzt schon diese differenzierte Sicht der Dinge, das lässt doch hoffen! Zumal alle drei Zitate aus ein und demselben Dokument entstammen. Da sieht man mal wieder, wie weit man es bringen kann, wenn man sich angewöhnt hat, alles viel differenzierter zu sehen. Von Werner Jurga
(1) Charta der Hamas, von 1988, nach wie vor gültig, Artikel 13.
(2) Hamas-Charta, Art. 28.
(3) Hamas-Charta, Art. 7.
Quelle: Ruhrbarone

Freitag, 29. April 2011

Israel - eine deutsche Obsession

60 Jahre nach der Gründung Israels wird dessen Existenzrecht in Deutschland neu diskutiert. Die antisemitischen Flugblätter der Linken sind nur die Spitze des Eisbergs.

Die Bremer Linke organisiert Mahnwachen vor Supermärkten, um deutsche Konsumenten davon abzuhalten, israelische Früchte zu kaufen. Die niedersächsische Abgeordnete und Schiffsexpeditionsfahrerin Inge Höger, ebenfalls Linke, schwadroniert darüber, ob jüdische Weltverschwörer nicht letztlich für den Mord an Vittorio Arrigoni, einem linken Pro-Palästina-Aktivisten verantwortlich seien. An diesen Meldungen wird deutlich, wie es aussieht, wenn die deutsche Linke das überwindet, was der Kommunarde Dieter Kunzelmann in den Sechzigern einst den deutschen "Judenknacks" nannte: dann organisieren, immer im Dienst des neuen Fetischs – der "Friedensmacht Deutschland" – die neuen guten Deutschen "Kauft nicht bei Juden"-Boykotte.
Ein Kommentar von Jost Kaiser

Nun ist es so, dass es das Tabu Israel zu kritisieren nie gegeben hat – angesichts der aktuellen Ereignisse wünschte man es sich allerdings tatsächlich herbei. Denn schlimmer als gute Deutsche, die das abgehangene braune Zeug denken, es sich aber nicht trauen auszusprechen, sind eben die, die es schließlich doch tun – mit dem Sound der Rebellen, die das angebliche Sprechverbot durchbrechen.

"Die Kibbuz beglückten wenigstens mit Orangen"

Neurotisch war das Verhältnis der bundesrepublikanischen Deutschen zu Israel schon immer, auch wenn es sich zunächst in Sympathie für den jungen Juden-Staat zu erkennen gab. Bis in die Sechzigerjahre hinein gab es in der Bundesrepublik ein nahezu schwärmerisches Israel-Bild: Das Land der Pioniere und Kibbuzim, das fand der Deutsche, Erfinder des Genossenschaftsgedankens, durchaus sympathisch.
Junge Deutsche fuhren massenweise in israelische Kibbuz, in denen sie eine Variante des in Deutschland in die Jahre gekommenen Kommune-Gedankens sahen. Bei den Kommunen war ja nie was Gescheites rausgekommen, außer Selbstzerfleischung. Die israelischen Kibbuz beglückten wenigstens mit dem Fruchtfleisch ihrer Orangen Deutschland und die Welt.

Späte Sechzigerjahre brachten die Wende

Andere hatten handfestere Vorlieben. Militärisch fühlten sich die Deutschen mit ihrer seltsamen Armee ("Die Bundeswehr ist dazu da, den Feind aufzuhalten, bis eine richtige Armee kommt") seltsam angezogen von den Heldentaten einer richtigen Armee: der israelischen. So schrieb der "Spiegel" 1967 begeistert über "Israels Blitzkrieg": "Mit einer Musterdemonstration stählernen Soldatentums – für die Deutschen seit jeher die imponierendste aller Eigenschaften – schossen sie sich in die Herzen jenes Volkes, in dessen Namen einst alle Juden ausgerottet werden sollten. Ausgerechnet Juden, die deutsche Nazis für feig, faul und verkommen hielten, gewannen im Gegensatz zu den deutschen Herrenmenschen schon zum dritten Mal den Krieg gegen eine erdrückende Übermacht."
Heute erscheint diese Pro-Israel-Phase wie eine ferne, seltsame Episode, die der Sondersituation Deutschlands im Kalten Krieg geschuldet war. In den späten Sechzigerjahren kam bereits die Wende: Die Sympathie für die Pionier- und Kibbuz-Nation Israel wurde von der Idee des edlen Wilden in Form vom unterdrückten Palästinenser abgelöst.

Israel ist und bleibt die deutsche Neurose

So ist das bis heute. Die Palästina-Lobby, die in Deutschland nicht so heißt (im Gegensatz zur israelischen, bzw. jüdischen) hat ganze Arbeit geleistet. Die "Friedensmacht Deutschland", vertreten durch alle Parteien, fühlt sich durch Israel in seinem Dasein empfindlich gestört. Und viele Deutsche glauben tatsächlich, dass dieser "Konflikt", der in Wahrheit ein regionaler ist, die weltweit wichtigste Auseinandersetzung ist. Die 35 anderen Kriege auf dem Globus interessieren hierzulande kaum. Wenn man also heute das linke Treiben in Bezug auf Israel mit Entsetzen zur Kenntnis nimmt, dann vermag es keineswegs zu beruhigen, dass es im weiteren Parteienspektrum gemäßigter zugeht.
Auch bei SPD, CDU, FDP und Grünen hat sich die ewige Betonung des "besonderen Verhältnisses" (ein normales, wie es sich zu einer westlichen, demokratischen Nation gehört, würde eigentlich reichen) zu Israel längst als floskelhaft entpuppt. Das ewige Palavern über das Existenzrecht Israel, das wohl standfest und entschlossen klingen soll, ist davon das genaue Gegenteil. 60 Jahre nach Gründung Israels diskutieren die Deutschen dessen Existenzrecht. Über irgendeinen Beitrag der deutschen Parteienlandschaft über das "Existenzrecht Kanadas" oder der Mongolei sind hingegen keine Wortbeiträge bekannt. Die Linke ist überall. Israel ist und bleibt die deutsche Neurose schlechthin.

Israel gefährdet den Weltfrieden - DIE LINKE rettet! Pallywood-Aussenstelle gegründet

"Angesichts der beängstigenden Entwicklungen in Israel und Palästina gibt es in unserer Partei zunehmend Stimmen, die eine entschiedenere Positionierung der LINKEN zur Nahost-Problematik für nötig halten. Deshalb trafen sich am 15. Januar in Kassel rund 30 Mitglieder der BAG Frieden und internationale Politik aus verschiedenen Landesverbänden und gründeten den bundesweiten Arbeitskreis Gerechter Frieden in Nahost.  In der kurzen Gründungserklärung heißt es, in der Israel/Palästina-Frage sei die Konfliktanalyse und Positionierung der LINKEN nicht ausreichend. Die israelische Politik erzeuge Spannungen, die „die Gefahr eines neuen Kriegs heraufbeschwören und angesichts der atomaren Bewaffnung Israels den Weltfrieden gefährden“. Die Besatzungs- und Apartheid-Politik der israelischen Regierungen und die Unterdrückung der Palästinenser würden neben den USA auch von der EU und der Bundesregierung massiv unterstützt. Der neue Arbeitkreis will als Teil der Bundesarbeitsgemeinschaft FiP wirken."
http://www.inge-hoeger.de/start/regionalesnrw/detail/browse/1/zurueck/nahost/artikel/die-linke-arbeitskreis-gerechter-frieden-in-nahost-gegruendet/

Mit dabei sind:

- Hermann "Kunstdüngerrakete" Dierkes
- Inge "Frauendecksbeauftragte" Höger
- Volksgerichtshofpräsident (äh, Völkerrechtler!) Norman "quds-Tag" Paech, Träger des
  alternativen Imam Khomeini-Gedächtnispreises und des  Gaddafi-Mauspads in Silber
- Magdi "Sieg im Volkskrieg!" Gohary
- Hennig „Palästinasolidarität“ Hintze
et al.

Israelhasser in der LINKE, vereinigt euch. Ein Who`s who der nichtexistenten Antisemiten. Nun kann DIE LINKE in Gestalt der BAG FiP auch offiziell die Fahne auf dem nächsten Terrorschiff hissen.

Da bleibt uns nur noch, Söllner zu interpretieren:
"und die moral von der geschicht,
wenn`s überhaupt oane gibt wer net woass, wos er wähl`n soll, der wählt des, wos er is
da oa`ne geht, da oa`ne kimmt, faschisten sterb`n net aus
he, inge, i pfeif auf di'alle nazis raus
ja, norman, i pfeif auf di'alle nazis raus !!"

Mittwoch, 27. April 2011

Offene Volksverhetzung der LINKE.Duisburg

Informiert euch über die "Judenpresse"!
"Tretet der moralischen Erpressung durch den sogenannten Holocaust entgegen! Wahrheit macht Frei !"


Nachdem auf einem Landesparteitag der  LINKE Süden (Bayern) und mit einer Aktion in Zusammenhang mit der der LINKE Norden (Bremen) bereits ein Israelboycott gefordert wurden, wollte der LINKE Westen (Duisburg) nicht zurückstehen. Um die GenossInnen AntizionistInnen zu übertrumpfen, griff man auf gute Freunde bei Radio Islam (http://www.abbc.net/islam/deutsch/deutsch.htm) zurück, die ebenfalls eine lange, antisemitische Traditionslinie aufweisen können. 


Zu den dort angebotenen Texten gehören neben Hitlers "Mein Kampf" auch die "Protokolle der Weisen von Zion."  Aus dem Konvolut verlockender Schriften griff man sich dann ein mit einem Hakenkreuz in einem Davidstern verziertes Flugblatt, in dem es heißt:  


NIE WIEDER KRIEG FÜR ISRAEL! 
Informiert euch über die wahren Hintergründe des Judaismus! 
Tretet der moralischen Erpressung durch den sogenannten Holocaust entgegen! Wahrheit macht Frei! 
Informiert euch über die "Judenpresse"!  


So lauteten die Aufforderungen, die man bis heute der Website der LINKE.Duisburg entnehmen konnte. Bei der Jugendorganisation ´solid fand man ebenfalls diese und andere Aufforderungen.  Nachdem nun Anzeigen wegen Volksverhetzung bei der zuständigen Staatsanwaltschaft eingingen und sich mehrere Blogs dieser Sache annahmen, wurden eiligst alle Links und Dokumente gelöscht. Im Zeitalter des Internet ist es allerdings vergebens, seine Spuren verwischen zu wollen.




Ein mit einer Swastika (Hakenkreuz) kombinierter Davidsstern und andere Scheußlichkeiten.
Hier gibt es bereits umfassende Berichterstattung:    


http://www.ruhrbarone.de/die-linke-duisburg-antisemitische-hetze-zum-download/  


http://npd-blog.info/2011/04/27/nazi-hetze-bei-der-linkspartei/  


http://reflexion.blogsport.de/2011/04/27/die-linke-gegen-israel/  


Da kann man mal sehen, wo SPD und Grüne keine Konfliktpunkte haben, schließlich gibt es ja einen Kooperationsvertrag:  "Rot-Rot-Grün in Duisburg besiegelt":: http://neues-deutschland.warenform.de/artikel/193688.rot-rot-gruen-in-duisburg-besiegelt.html

Anhänger der Duisburger Linken verbreiten, das antisemitische Flugblatt auf Seiten der Linken Duisburg sei vielleicht im Rahmen eines Workshops, einer Mailingliste oder ähnlichem als Anschauungsobjekt im Rahmen einer Aufklärung – wie bei uns – auf dem Server der Duisburger Linken gelandet. Das Hetzblatt sei aber nirgendwo verlinkt und nicht zur Veröffentlichung bestimmt gewesen, sondern nur zufällig über Google zu finden gewesen. 

Das ist natürlich Unfug. Hier der Screenshot der Seite, auf der das Hetzblatt im Stürmer-Stil abgelegt war. Der Link zum Hetzblatt findet sich unter dem dritten Beitrag. “Boykottiert den Apartheitstaat Israel” Der Link ist bezeichnet mit den Worten: “NIE WIEDER KRIEG FÜR ISRAEL”Der Beitrag selbst ist wortwörtlich aus dem Flugblatt abgeschrieben.
Mark Seibert (Bundesgeschäftsstelle LINKE) in einem Kommentar: “Nein, das ist nicht unklar. Der Link war im Bereich Politik, Rubrik “Material” als Download-Link zu finden. Der begleitende Text warb um Beteiligung an Aktionen. Leider.”

Dienstag, 26. April 2011

Zum Mord an Vittorio Arrigoni - alles schon mal dagewesen

"Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce." (Karl Marx, Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte)

"Gerd Albartus ist tot. Er wurde bereits im Dezember 1987 erschossen, nachdem er von einer Gruppierung, die sich dem palästinensischen Widerstand zurechnet und für die er gearbeitet hat, vor ein Tribunal gestellt und zum Tode verurteilt worden war. ... Es gehört zu den makaberen Parodien dieser Geschichte, daß Gerd, in dessen politischer Biographie die praktische Unterstützung des palästinensischen Widerstandes durchgängig eine zentrale Rolle eingenommen hat, ausgerechnet einer jener Gruppen zum Opfer gefallen ist, die sich als Teil dieses Widerstandes begreift."


Revolutionäre Zellen: Gerd Albartus ist tot, Dezember 1991
Quelle:http://www.freilassung.de/div/texte/rz/zorn/Zorn04.htm

MdB Inge Höger und der Zionismus

MdB Inge Höger, inoffizielle nahostpolitische Sprecherin der Partei "Die Linke", Anwältin der Menschenrechtsorganisation Hamas und Fachfrau für zionistische Raub- und Mordmauscheleien, beschenkt seit ihrer Entführung, Folterung und Beinaheermordung durch israelische Killerbestien in Uniform die deutschsprachige Welt regelmäßig mit wertvollen Erkenntnissen über den Nahostkonflikt im allgemeinen und Israel im speziellen. Unter anderem hat sie herausgefunden, dass der ostjordanische Teil des historischen Palästina, der heute Jordanien heißt, gar kein Teil des historischen Palästina sei ("Israel [wurden] rund 56 % des historischen Palästina zugeschrieben.")dass die Hamas gar keinen Krieg gegen Israel führe ("Als wären sie im Krieg, können sich die Menschen [in Gaza] ohne Essensgutscheine nicht ernähren."), und dass sich jede deutsche Regierung seit 1945 zum Komplizen der Zionisten gemacht habe: "Die Komplizenschaft aller Bundesregierungen seit Adenauer muss aufgedeckt werden."
Kürzlich teilte sie unter Bezugnahme auf die Ermordung des "Aktivisten" Vittorio Arrigoni in Gaza der interessierten Öffentlichkeit ihre Erkenntnis mit, da man "nicht kategorisch davon ausgehen" könne, "dass wirklich eine salafitische Gruppe als Mörder von Vittorio in Betracht kommt", müsse man kategorisch davon ausgehen, Verzeihung, kategorisch annehmen, dass wieder einmal Israel seine Finger im Spiel habe, immerhin gebe es "immer wieder Fälle von Kollaboration von Palästinensern mit Israel bei der Ermordung von Palästinensern."

Ste­phan Gri­gat: Der Iran – Ana­ly­se einer is­la­mi­schen Dik­ta­tur und ihrer Be­dro­hung für Is­ra­el

An­kün­di­gungs­text:

"Der Vor­trag ana­ly­siert Ge­schich­te und Ge­gen­wart der ira­ni­schen Dik­ta­tur und setzt sich mit dem Ver­hält­nis Eu­ro­pas, ins­be­son­de­re Deutsch­lands und Ös­ter­reichs, zum Iran aus­ein­an­der. Be­trach­tet wird die in­nen­po­li­ti­sche Lage im Iran, der Ter­ror der Te­he­ra­ner Mul­lahs gegen die ira­ni­sche Be­völ­ke­rung sowie das ge­hei­me Atom­pro­gramm des Iran und die Ver­nich­tungs­dro­hun­gen gegen Is­ra­el"
Down­load: Re­fe­rat (0:58 h, 13 MB, mp3) – Dis­kus­si­on (1:14 h, 17 MB, mp3)
Nach­be­ar­bei­tet: Re­fe­rat

Israel und die Linke

Ro­bert Kurz po­si­tio­nier­te sich in sei­nem letz­ten gro­ßen Auf­satz in der Zeit­schrift »EXIT!« (Aus­ga­be 6) wie auch schon zuvor in einem kur­zen Ar­ti­kel* pro­is­rae­lisch. Seine im Zuge einer Ana­ly­se der Re­ak­tio­nen auf die Mi­li­tär­schlä­ge Is­raels gegen den Ga­za­strei­fen be­kun­de­te Is­rael­so­li­da­ri­tät wurde in Tei­len der deut­schen Lin­ken als Ein­schwen­ken auf »an­ti­deut­schen« Bel­li­zis­mus wahr­ge­nom­men und kri­ti­siert. In einem Vor­trag zu die­sem Thema stellt Kurz seine Ana­ly­se vor und be­kräf­tigt seine Hal­tung und seine Kri­tik an der Ideo­lo­gi­sie­rung Is­raels.
Ver­an­stal­te­rIn­nen waren die Jü­di­sche Kul­tus­ge­mein­de Er­lan­gen, die links­ju­gend solid, der shalom-​Lan­des­ar­beits­kreis Bay­ern und der »EXIT!«-​Le­se­kreis Er­lan­gen-​Nürn­berg.
Hin­weis: Zu Be­ginn des Re­fe­rats fehlt ein Stück.
Down­load: via au­dio­ar­chivvia MF, via Archive.​org (1:22 h, 33 MB)
Ver­an­stal­tungs­be­rich­te: BAK Shalom, haolam.​de (im We­sent­li­chen ko­piert vom BAK)

Einführung in die Kritik des Antiamerikanismus als MP3

Hier fin­det ihr so­wohl den Vor­trag von Se­bas­ti­an Voigt vom 16.​04.​2011 als auch die an­schlie­ßen­de Dis­kus­si­on als MP3. Die Dis­kus­si­on hat lei­der eine nicht so über­ra­gen­de Qua­li­tät, ist aber den­noch brauch­bar.


  • Vor­trag: Kri­tik in die Ein­füh­rung des An­ti­ame­ri­ka­nis­mus
    MP3, 39MB, 1:08h, Down­load via Me­dia­Fi­re

  • Dis­kus­si­on zum Vor­trag
    MP3, 13MB, 0:23h, Down­load via Me­dia­Fi­re